Glyphosat

Neubewertung Glyphosat bis Ende 2015

GlyphosatIm Dezember läuft die Zulassung für Glyphosat auf EU Ebene aus.

Bisher gibt es von der offiziellen Seite keine Anzeichen dafür das der Wirkstoff nicht wieder zugelassen werden sollte, trotz der wachsenden Kritik und neuen Erkenntnissen.

Glyphosat wahrscheinlich krebserregend

Die Internationale Krekbsforschungsagentur (IARC), zugehörig zu der Weltgesundheitsorganisation (WHO), stufte in Ihrem Bericht vom Juli 2015 Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ ein.

Monograph Volume 112 – Some Organophosphate Insecticides and Herbicides: Diazinon, Glyphosate, Malathion, Parathion, and Tetrachlorvinphos

Als Reaktion darauf kommt es weltweit seitens der Behörden zu Maßnahmen, um die Bevölkerung vor der Chemikalie zu schützen. Kolumbien hat die Nutzung von Glyphosat auf Kokaplantagen verboten, in Frankreich muss es aus den Bau- und Gartenmärkten entfernt werden.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) will sich  die Zeit nehmen den Bericht der WHO gründlich zu prüfen und daher erst Ende Oktober oder Anfang November entscheiden, ob sie eine Neuzulassung von Glyphosat empfiehlt.

Zulassung um ein halbes Jahr verlängern

Durch diese Umstände wird eine Neuzulassung bis Ende 2015 eher nicht erwartet.  Es ist davon auszugehen, dass die aktuelle Genehmigungsdauer seitens der Kommission für Glyphosat  für ein halbes Jahr verlängert wird. Die Verlängerung der Zulassung des Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffes Glyphosat und anderer Wirkstoffe, steht am 21. – 22. September 2015 auf der Tagesordnung für die Sitzung des ständigen EU-Kommissionsausschusses Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (ScoPAFF).

Glyphosat in Kalifornien auf Liste der krebserregenden Substanzen

Die Behörden in Kalifornien wollen Glyphosat, den chemischen Hauptbestandteil des Pflanzenschutzmittels Roundup von Monsanto auf die kalifornische Liste der bekannten Krebsauslöser aufnehmen. Das könnte die Nutzung des Pflanzenschutzmittels signifikant reduzieren – nicht nur in Kalifornien sondern innerhalb der gesamten USA – aber man darf auch erwarten, dass Monsanto sich massiv gegen die vorgeschlagene Regulierung wehren wird.

Video: Das stille Gift – Glyphosat

Sowohl glyphosathaltige Pestizide als auch deren Abbauprodukt AMPA wirken im Laborversuch genotoxisch. Sie können zu Mutationen führen und damit verbunden zu einem höheren Krebsrisiko (Hoeijmakers 2001).


 

Quellen: